
San Francisco. Die Hauptversammlungen großer US-Konzerne verlaufen in der Regel unspektakulär. Das gilt speziell dann, wenn die Machtverhältnisse so eindeutig sind wie bei T-Mobile US, das seine Aktionäre zuletzt am 16. Juni zum Jahrestreffen lud. Beim derzeit wertvollsten Mobilfunkanbieter der USA kann der größte Anteilseigner, die Deutsche Telekom, mit einem Stimmrechtsanteil von 54,5 Prozent faktisch allein entscheiden.
Doch als die Aktionäre über die Vorstandsvergütung abstimmten, nutzten sie ihre Chance zu einem überraschend deutlichen Protest: Nur 73,3 Prozent der abgegebenen Stimmen billigten die Bezüge – der niedrigste Wert seit Einführung des Votums 2014. Bei der letzten entsprechenden Abstimmung 2023 hatten noch 96,7 Prozent zugestimmt. Selbst 2020, als Sonderzahlungen an den damaligen Finanzchef für Kritik sorgten, lag die Zustimmung noch bei 82 Prozent.
Die Zahl ist brisanter, als es zunächst scheint:
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