Wer sich nur für das Verteilen von Wohlstand interessiert, nicht fürs Erwirtschaften, mag sich darüber freuen: Hilfskräfte und Geringverdiener holen mit ihren Löhnen immer mehr von ihrem Rückstand auf Fach- und Spitzenkräfte auf. Nicht zuletzt durch starke Erhöhungen des gesetzlichen Mindestlohns hat sich das Bruttolohnniveau von Hilfskräften allein seit 2018 um 33 Prozent erhöht, wie neue Daten zeigen. Hochqualifizierte mussten derweil sich im Mittel mit 20 Prozent begnügen.
Ist das ein Fortschritt der Gerechtigkeit? Leider klärt die Lohnstatistik nicht, wie viele Hilfskräfte infolge hoher Lohnkosten gar keine Arbeit haben; und ebenso wenig, wie stark dieser Trend Höherqualifizierte demotiviert.
Sicher ist nur, dass die Koalition diese Leistungsträger überdies durch höhere Beitragsbemessungsgrenzen zur (Kranken- und Pflege-)Kasse bittet; und ihnen aus Gründen der „Fairness“ Steuerentlastungen verwehrt. Eine dynamisch-innovative Wirtschaft, die gesamtgesellschaftlichen Wohlstand mehrt, bekommt man auf diesem Weg nicht zurück.
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