
Düsseldorf. Der italienische Schnellzugbetreiber Italo macht seine Ankündigung wahr und steigt in den deutschen Markt ein: Das Unternehmen bestellt 26 Hochgeschwindigkeitszüge bei Siemens Mobility. Neben dem Kauf sei in München auch ein 30-jähriger Wartungsvertrag vereinbart worden, teilte die Italo-Holding am Montag mit. Der Vertrag enthält zudem eine Option auf 14 weitere Züge.
„Wir wollen den Fahrgästen in Deutschland eine größere Auswahl, häufigere Verbindungen, faire Preise und einen hochwertigen Service bieten“, erklärte Gianbattista La Rocca, CEO der Italo Holding. Die Gesamtinvestition bezifferte er auf 3,6 Milliarden Euro.
Den Auftrag hatte der italienische Zugbetreiber, der zu 49 Prozent dem Schweizer Reedereikonzern MSC untersteht, bereits vor fast einem Jahr mit Siemens ausgehandelt. Doch die Unterschrift war bis zuletzt unsicher geblieben. Grund hierfür war die in Deutschland fehlende Investitionssicherheit, da die Gleisstrecken hierzulande jeweils nur für ein Jahr vergeben werden.
Dem Staatsunternehmen Deutsche Bahn sicherte dies über Jahre hinweg ein Quasi-Monopol. Zwar drängt auch das Münchener Start-up Flixtrain ins deutsche Schienennetz, rund 95 Prozent der Verbindungen werden jedoch immer noch von den ICEs und ICs der DB bedient.
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