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Rezept für Paletas: So gelingt das perfekte Eis am Stiel in der Tiefkühltruhe

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Rezept für Paletas: So gelingt das perfekte Eis am Stiel in der Tiefkühltruhe

Paletas lassen sich so gut wie aus jeder Frucht herstellen. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Geschmack eisgekühlter Wassermelone?

In Lateinamerika hat die Speiseeiszubereitung eine lange Geschichte. Besonders in den Anden, mit ihren kalten Nächten. Paletas ist ein geläufiger Name, aber jedes Land hat eigene Bezeichnungen. Es ist eine volkstümliche Art, Eis herzustellen: keine Eismaschine, keine Ausrüstung. Man nimmt ein Glas oder einen Plastikbecher, gießt Saft hinein und steckt einen Holzstiel dazu. Für viele ärmere Menschen ist das ein einfacher Weg, Geld zu verdienen.

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Ja. Meine Eltern wanderten 1977 mit mir nach Schweden aus. Damals war ich ungefähr einen Monat alt. Mein Vater und ich liebten Eis. Wir experimentierten viel, um gutes Eis am Stiel hinzubekommen. Aber der Saft, den wir in die Becher gossen und einfroren, wurde einfach zu einem harten Block. Später reiste ich allein durch Südamerika, um das perfekte Rezept zu finden.

Eine gute Paleta hat eine sorbetartige, fast matschige Konsistenz. Ich fragte mich: Wie schaffen diese Frauen das? Dann kam ich in das Dorf meiner Tante, der Schwester meines Vaters. Sie hatte dort einen kleinen Stand, an dem sie Paletas verkaufte. Sie schmeckten großartig. Ich fragte sie: „Wie machst du das? Meine werden immer so steinhart.“

Speisestärke! Sie gibt der Grundmasse eine dickere, sämige Konsistenz. So bleibt die Paleta weich genug. Ich dachte nur: Wow, das ist ja leicht. Ich verkaufte die Paletas dann in meinem Restaurant und teilte Bilder auf Instagram. Die Leute fragten, wie ich sie zubereite. So fing ich an, meine Rezepte zu teilen.

Meine fruchtbasierten Eissorten enthalten unglaublich viel Frucht. Bei Eis am Stiel denken viele Europäer an künstliche Aromen und Farbstoffe. Meine Rezepte schmecken natürlich fruchtig. Die Konsistenz ist leicht matschig und halbgefroren. Man kann hineinbeißen, ohne dass es unangenehm wird. Und anders als beim Gelato nutzen wir Südamerikaner für milchbasierte Paletas keine Sahne, sondern gesüßte Kondensmilch. Das macht das Eis ein bisschen zäh, aber auf eine gute Weise. Ein sehr angenehmes Mundgefühl.

Avocado zum Beispiel. Die habe ich das erste Mal in Ecuador probiert und war ziemlich überrascht. Man denkt zuerst an Guacamole und Tacos. Aber Joghurt und Honig bringen eine leichte Säure und Süße, die den Geschmack gut abrunden.

Ich arbeitete gerade mit meinem Sohn, der 16 ist, an Rezepten, als er den Kühlschrank öffnete, ein paar Gurken sah und scherzte: Wie wäre es mit einem Gurkeneis? Ich dachte nur: eigentlich eine gute Idee. Wir experimentierten ein wenig mit Limette und dem mexikanischen Gewürz Tajín, und das ergab einen großartigen Geschmack. Es schmeckt eher nach Melone mit Limette als nach Gurke.

Doch! In meiner Eisdiele in Schweden ist es bei vielen Kunden der absolute Favorit. Ich habe sogar darüber abstimmen lassen. Die Gurken-Paleta lag weit vorne.

Auf jeden Fall Gurke! Gut ist auch die Zitronen-Variante, die erfrischt wie ein Zitronen-Slush. Ich persönlich liebe Ingwer mit Sesam, aber auch das Rezept mit Oreo-Keksen ist unerwartet erfrischend.

Man braucht wirklich nicht viel: eine Schüssel, einen Schneebesen, viereckige Eisformen und Holzstiele. Ganz wichtig: Die Eismasse muss immer süßer schmecken als der Geschmack, den man erreichen möchte. Denn beim Gefrieren geht Geschmack verloren. Und bitte erst mit Schokolade glasieren, wenn die Paleta vollständig durchgefroren ist. Mein einfachstes und sehr lateinamerikanisches Rezept ist das mit Dulce de Leche, einem karamelligen Brotaufstrich, der bei uns sehr beliebt ist. Einfach die Kondensmilch damit mischen und einfrieren. Aber halten Sie sich nicht sklavisch an meine Rezepte. Experimentieren Sie!

Maria Borda: „Paletas. Dein bestes Eis am Stiel“; 128 Seiten, ca. 60 Abb., Christian Verlag, 16,99 Euro.


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Originally published by Frankfurter Allgemeine faz.net
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