
Peking. Unter Chinas massivem Ausbau erneuerbarer Energien drücken einer Analyse zufolge zunehmende Engpässe im Leitungsnetz auf die Produktion von Strom aus Sonne und Wind. Zu den Übertragungsengpässen als großem Hindernis schränkten neue Regelungen auf dem Strommarkt und Anreize für die Nutzung von Kohle die Flexibilität des Systems ein, hieß es in einem Bericht des Global Energy Monitor (GEM).
„Die Folge sind zunehmende Einspeisedrosselungen: Wind- und Solarstrom, der unter den vorherrschenden Wetterbedingungen hätte erzeugt werden können, wurde stattdessen reduziert oder ganz zurückgehalten“, schrieben die Experten. Durch die sogenannten Ultrahochspannungsleitungen fließe nur zu einem Fünftel Solar- und Windenergie. 42 Prozent kämen aus Kohleverstromung, hieß es.
Ultrahochspannungsleitungen können große Mengen an Energie über Tausende Kilometer mit geringem Energieverlust befördern. Denn die Herausforderung für die Volksrepublik besteht darin, den Strom aus den Solar- und Windparks der dafür besonders geeigneten nördlichen und nordwestlichen Regionen in die weit entfernten Industriehochburgen und bevölkerungsreichen Metropolen an der Ost- und Südküste zu transportieren.
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