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„Lindner Prinzengarde“: 80 bewaffnete Zöllner schützen Klingbeil

Business
„Lindner Prinzengarde“: 80 bewaffnete Zöllner schützen Klingbeil

Berlin. Wer das Bundesfinanzministerium in Berlin-Mitte besucht, trifft auf alerte Frauen und Männer mit Schutzweste und der P30 von Heckler & Koch, der Dienstpistole des Zolls. Freundlich bitten sie am Eingang um den Ausweis – anstelle von blau-grau-trist gekleideten Pförtnern einer externen Sicherheitsfirma.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) schwört auf den robusten Objektschutz seines Ministeriums – und leistet sich eine Besonderheit innerhalb der Bundesregierung, wo die meisten seiner Kolleginnen und Kollegen mit einem, nun ja: profanen, privaten und billigeren Wachdienst auskommen müssen.

Nun hat Klingbeil den bewaffneten Schutz für seine 2000 Mitarbeiter und sich selbst auf Dauer festgeschrieben. Rund 80 Zöllner sollen das Ministerium rund um die Uhr schützen. Der Minister bestätigt damit eine umstrittene Entscheidung seines Amtsvorgängers Christian Lindner (FDP).

Vor gut zwei Jahren hatte Lindner verfügt, dass die ihm unterstellten Zollbeamten zunächst probeweise den Objektschutz in der Berliner Wilhelmstraße übernehmen sollen. „Lindners Prinzengarde“, lästerte daraufhin der SPD-Bundestagsabgeordnete Carlos Kasper und unterstellte dem Liberalen persönliche Eitelkeit bei der Entscheidung.


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HA
Originally published by Handelsblatt handelsblatt.com
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